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Vortrag von Bernhard Stempel

"Heinrich VIII. und die Reformation"

 

Wissenschaftlicher und Heimatgeschichtlicher Altbestand

der Christian-Weise-Bibliothek Zittau

Lisa-Tetzner-Str. 11

(Zugang über die Kantstraße, neben der Arbeitsagentur)

Eintritt frei

 

Zum Vortrag

Die Geschichte der Reformation in England unterschied sich grundlegend von der Entwicklung auf dem Kontinent. War es in den europäischen Ländern ein von der breiten Bevölkerung getragener "Mainstream", dem eine intensive Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben und seiner Tradition zu Grunde lag, war es in England zu Beginn die politische Entscheidung im Streit um eine Ehescheidung des Tudor-Herrschers Heinrich VIII., die eine Loslösung der englischen Kirche von Rom ins Rollen brachte. Die Reformation wurde "von oben“ eingeführt. Eine wirkliche protestantische Ausformung erfolgte erst sehr spät.

Zum Referenten

Bernhard Stempel, Jg. 1948, ist Pfarrer im Ruhestand und lebt in Lückendorf.

Sein Interesse gilt historischen, religionsgeschichtlichen und ethnologischen Forschungen und Fragestellungen.

Der Eintritt ist frei, am Schluss wird um eine Spende zugunsten der Erhaltung der wertvollen Altbestände der Christian-Weise-Bibliothek gebeten.

 

Buchvorstellung

mit Dr. Imelda Rohrbacher aus Wien

"Christian Weises Comoedie vom König Salomo"

 

Wissenschaftlicher und Heimatgeschichtlicher Altbestand

der Christian-Weise-Bibliothek Zittau

Lisa-Tetzner-Str. 11

(Zugang über die Kantstraße, neben der Arbeitsagentur)

Eintritt frei

 

Im Oktober 1685 führte Christian Weise mit seinen Schülern des Gymnasiums in Zittau drei selbst verfasste Schauspiele auf. Am ersten Tag  wurde die „Comoedie vom König Salomo“ gezeigt, es folgten an den nächsten beiden Tagen ein historisches Stück und ein Lustspiel. In dem biblischen Spiel geht es um Salomo, den dritten König von Israel, welcher im 10. Jahrhundert v. Chr. gelebt hat. Noch heute ist ein „salomonisches Urteil“ ein Begriff. Es ist eine ausgewogene Komödie, die mit viel Selbstironie und Sprachwitz auf die eigene Zeit blickt. Salomos vier Frauen unterschiedlicher Herkunft und verschiedener Religion, sowie ihre Berater, verwickeln ihn in ein politisches Ränkespiel. Dann erscheint auch noch die sagenhafte Königin von Saba an Salomos Hof in Jerusalem …

Im Gegensatz  zu vielen anderen Theaterstücken Weises blieb der „König Salomo“ lange unveröffentlicht und war nur als handschriftliches Manuskript überliefert. Im vergangenen Herbst erschien nun auch dieses Stück in einer Buchausgabe. Die Herausgeberin Frau Dr. Rohrbacher stellt das zeitlos aktuelle Schauspiel von Christian Weise vor. Erleben Sie an diesem Abend die großartige Wiederentdeckung eines zu Unrecht fast vergessenen Theaterstückes aus der Barockzeit.

 

Dr. Imelda Rohrbacher, Wien, ist Germanistin und im Projekt Rezeptionen Salomos des Instituts für Bibelwissenschaft des Alten und Neuen Testaments der Katholischen Privat-Universität Linz tätig. Sie leitete das Editionsprojekt zu Christian Weise.

 

Der Eintritt ist frei, am Ende wird um eine Spende zugunsten der Erhaltung unserer wertvollen Altbestände gebeten.

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